Häufig gestellte Fragen und Antworten


Fragen zum Wohnen im Altenheim Friedenshort

Wie hoch sind die Kosten für einen Platz im Friedenshort?

Das richtet sich in der Pflege nach dem jeweiligen Pflegegrad und wird in Tagessätzen abgerechnet.

Was ist, wenn die Rente unserer Mutter/unseres Vaters nicht ausreicht?

Alle älteren Menschen sind im Friedenshort willkommen. Die Kosten und Zuschüsse im Friedenshort variieren je nach Pflegestufe (O, I, II, III). Über Details der Finanzierung, Zuschüsse aus der Pflegeversicherung und das Pflegewohngeld beraten wir Sie gern ausführlich in einem persönlichen Gespräch.

Wie lang ist die Warteliste?

Eine Vorhersage ist schwierig. Lassen Sie sich unverbindlich und kostenlos auf unsere Warteliste eintragen.

Können die Bewohner ihre eigenen Möbel mitbringen?

Wir laden die Bewohner ein ihre eigenen Möbel mitzubringen, damit sie sich in ihrer neuen Umgebung wohlfühlen.
Die Zimmer sind vom Haus aus mit einem Pflegebett einem Kleiderschrank und einem Nachttisch ausgestattet.

Wird die Wäsche in Ihrem Haus gewaschen und muss die Kleidung gekennzeichnet werden?

Die Bewohner bezogene Wäsche wird im Friedenshort gewaschen und auch gekennzeichnet.
Die Flachwäsche (Tischtücher, Bettwäsche) von einer Großwäscherei. Sollten Kleidungsstücke nicht für die Wäscherei geeignet sein, werden diese gereinigt. Die Reinigungskosten werden mit der Heimkostenabrechung verrechnet.

Wann sind die Besuchszeiten?

Im Friedenshort gibt es keine Besuchszeiten. Jeder Bewohner kann selbst entscheiden, wen er wann empfangen möchte. Lediglich im Doppelzimmer bedarf es einer Abstimmung bei nächtlichen Besuchen. Jedoch ist auch hier die Ausweichmöglichkeit in einen Gemeinschaftsraum möglich.

Darf unsere Mutter/Vater das Haus verlassen (um spazieren zu gehen, um Besuche zu machen, zu verreisen etc.)?

Alle Bewohner bestimmen weiterhin selbst über ihr Leben, planen ihren Tagesablauf und gestalten ihre sozialen Kontakte. Sie können jederzeit Besuch empfangen und natürlich soweit noch möglich auch das Haus verlassen.

Gibt es einen Arzt im Haus?

Im Friedenshort haben alle Bewohner freie Arztwahl. Wir freuen uns, wenn Sie Ihren vertrauten Hausarzt behalten, sind Ihnen aber auch gern bei der Suche nach einem neuen Arzt behilflich. Wir kooperieren mit mehreren ortsansässigen Allgemeinmedizinern. Weiter arbeiten wir mit Fachärzten unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen vom Augenarzt über den Neurologen bis zum Zahnarzt.

Was ist, wenn ich einmal in's Krankenhaus muss?

Wir pflegen gute Kontakte mit den umliegenden Krankenhäusern. Sollte ein Krankenhausaufenthalt erforderlich sein, stellen wir sicher, dass die dortigen Ärzte alle erforderlichen Informationen erhalten. Während eines Krankenhausaufenthaltes halten wir den Kontakt zu Ihnen.

Sind auch Haustiere erlaubt?

Im Einzelzimmer grundsätzlich ja. Jedoch muss die eigenständige Versorgung des Tieres, auch während einer Abwesenheit, sichergestellt sein.

Kann ich meine Haftpflichtversicherung kündigen, sobald ich in eine Einrichtung ziehe?

Eine Privathaftpflichtversicherung sollte immer bestehen bleiben; diese ist unabhängig von der Haftpflichtversicherung der Einrichtung.


Fragen zur Pflege und den Pflegegraden

Wann ist Pflegebedürftigkeit gegeben?

Grundsätzlich kann Pflegebedürftigkeit im Sinne des Gesetzes in allen Lebensabschnitten auftreten. Nach der Definition des Pflegegesetzes sind damit Personen erfasst, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung im Bereich der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität und der hauswirtschaftlichen Versorgung auf Dauer – voraussichtlich für mindestens sechs Monate – in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen.

Wie schnell wird über meinen Antrag entschieden?

Die Bearbeitungsfrist für Anträge auf Pflegeleistungen beträgt in der Regel fünf Wochen. Bei einem Krankenhausaufenthalt, in einem Hospiz oder während einer ambulant-palliativen Versorgung muss die Begutachtung durch den MDK innerhalb einer Woche erfolgen, wenn dies zur Sicherstellung der weiteren Versorgung erforderlich ist oder die Inanspruchnahme von Pflegezeit gegenüber dem Arbeitgeber angekündigt wurde. Befindet sich der Antragsteller in häuslicher Umgebung und wurde die Inanspruchnahme von Pflegezeit gegenüber dem Arbeitgeber angekündigt, gilt eine Bearbeitungsfrist von zwei Wochen.

Welche Voraussetzungen muss ich für die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen erfüllen?

Um Pflegeleistungen voll in Anspruch nehmen zu können, müssen Sie in den letzten zehn Jahren vor der Antragstellung zwei Jahre in die Pflegekasse als Mitglied eingezahlt haben oder familienversichert gewesen sein.

Wie wird Pflegebedürftigkeit festgestellt?

Die Pflegekasse lässt vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung ein Gutachten erstellen, um die Pflegebedürftigkeit und den Pflegeaufwand im Einzelnen zu ermitteln. Das geschieht in der Regel bei einem – zuvor angemeldeten – Hausbesuch eines Gutachters (Pflegefachkraft oder Arzt). Der Gutachter ermittelt den Hilfebedarf für die persönliche Grundpflege (Körperpflege, Ernährung und Mobilität) sowie für die hauswirtschaftliche Versorgung.

Welche unterschiedlichen Pflegegrade gibt es?

Im Zuge der Pflegereform wurden die bisherigen Pflegestufen 0, 1 und 3 in fünf neue Pflegegrade 1, 2, 3, 4 und 5 umgewandelt. Diese Überleitung ist in § 140 Sozialgesetzbuch Elf (SGB XI) verankert. Seit Januar 2017 werden Pflegebedürftige und Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz wie Demenzkranke, längerfristig psychisch Erkrankte oder geistig Behinderte je nach ihrer noch vorhandenen  Selbstständigkeit in die fünf Pflegegrade 1, 2, 3, 4 und 5 eingestuft und erhalten entsprechende Leistungen aus der Pflegeversicherung.

Was muss ich im Fall einer Pflegebedürftigkeit tun?

  1. Setzen Sie sich mit Ihrer Kranken-/Pflegekasse oder einem Pflegestützpunkt in Ihrer Nähe in Verbindung. Selbstverständlich kann das auch ein Familienangehöriger, Nachbar oder guter Bekannter für Sie übernehmen, wenn Sie ihn dazu bevollmächtigen.
  2. Wenn Sie einen Antrag bei Ihrer Pflegekasse gestellt haben, beauftragt diese den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) mit der Begutachtung zur Feststellung Ihrer Pflegebedürftigkeit.
  3. Führen Sie ein Pflegetagebuch darüber, bei welchen Verrichtungen geholfen werden muss (zum Beispiel Waschen, Anziehen, Essen) und wieviel Zeit die Hilfe in Anspruch nimmt. Diese Angaben sind wichtig für die Begutachtung durch den MDK.
  4. Bitten Sie Ihre Pflegeperson, bei der Begutachtung durch den MDK anwesend zu sein.
  5. Sofern Sie es bereits einschätzen können, teilen Sie Ihrer Pflegekasse bei der Antragstellung mit, ob Sie zu Hause oder in einem Pflegeheim gepflegt werden möchten.
  6. Versuchen Sie einzuschätzen, ob die Pflege längerfristig durch Ihre Angehörigen durchgeführt werden kann und ob Sie ergänzend oder ausschließlich auf die Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes zurückgreifen müssen.
  7. Ist Ihre Pflege zu Hause nicht möglich, so wenden Sie sich an uns, wir beraten Sie gerne.

Wie wird ein Pflegegrad festgestellt?

Die Gutachter des MDK werden nach Antragstellung des Versicherten von der Pflegekasse beauftragt und sollen die Antragsteller in folgenden sechs Bereichen begutachten:

Mobilität: 
Wie selbstständig bewegt sich der Begutachtete fort und kann seine Körperhaltung ändern?

Kognitive und kommunikative Fähigkeiten: 
Kann sich der Antragsteller in einem Alltag noch örtlich und zeitlich orientieren? Kann er für sich selbst Entscheidungen treffen, noch Gespräche führen und seine Bedürfnisse mitteilen?

Verhaltensweisen und psychische Problemlagen:

Wie oft benötigt der Betroffene Hilfe wegen psychischer Probleme wie aggressivem oder ängstlichen Verhalten?

Selbstversorgung:
Wie selbstständig kann sich der Begutachtete noch täglich selbst waschen und pflegen?

Bewältigung und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen:
Welche Hilfen benötigt der Antragsteller beim Umgang mit Krankheit und Behandlungen wie z. B. bei Dialyse oder Verbandswechsel?

Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte: 
Wie selbstständig kann der Begutachtete noch seinen Tagesablauf planen oder Kontakte pflegen?

Der Gutachter vergibt für jeden der sechs Pflegegrad Module unterschiedlich hohe Punkte, daraus ergibt sich die Gesamtpunktzahl und nach einem speziellen Gewichtungsverfahren die Zuweisung eines Pflegegrads. Dieses Verfahren ist relativ komplex.


Fragen zum Ehrenamt

Wer kann sich im Friedenshort ehrenamtlich engagieren?

Jeder kann sich im Christlichen Altenheim „Friedenshort“ e.V. ehrenamtlich engagieren, der unserem Leitbild zustimmt. Ehrenamtliches Engagement kann zu jedem Zeitpunkt begonnen werden, auch eine Probezeit für das Ehrenamt oder eine zeitlich befristete Mitarbeit sind möglich. Die ehrenamtliche Mitarbeit ist für Personen jenseits der aktiven Berufstätigkeit möglich, genauso wie für Jugendliche oder Personen, die mitten im Erwerbsleben stehen oder arbeitssuchend sind. 

Wer ist mein Ansprechpartner für Fragen zum Ehrenamt im Friedenshort?

In „Friedenshort“ koordiniert der Soziale Dienst ehrenamtliches Engagement. Fragen Sie nach dieser Fachabteilung und klären Sie Ihre Fragen im Gespräch. 

Muss ich für das Ehrenamt im „Friedenshort bestimmte Vorkenntnisse haben?
Oder kann ich etwas ganz neues ausprobieren?

Menschen, mit allen unterschiedlichen Ideen und Erfahrungen sind im Ehrenamt im Friedenshort willkommen. Grundsätzlich erfolgt für jedes Ehrenamt bei Bedarf eine Anleitung und Einarbeitung vor Ort. Soweit möglich, können Sie Ihre beruflichen Erfahrungen und Lebenserfahrungen gerne einbringen. Darüber hinaus sind Sie eingeladen, neue Erfahrungen mit dem Ehrenamt im „Friedenshort“ zu sammeln. Wir sind bei der Suche nach der passenden ehrenamtlichen Aufgabe für Sie gerne behilflich.

Ich habe schon von der Krankheit Alzheimer und Demenz gehört. Werde ich für den Umgang mit Demenzkranken vorbereitet?

Der „Friedenshort“ bereitet Sie auf Ihre Aufgabe vor und bietet Schulungen zum Thema Demenz und Umgang mit demenzkranken Personen an. Gerne beantworten unsere Mitarbeiter Ihre Fragen. 

Wie häufig soll ich mich engagieren?

Sie bestimmen den zeitlichen Umfang selbst. Sie können sich in einmaligen Aktionen oder Projekten im Friedenshort engagieren z.B. für Ausstellungen, Feste oder Aktionen im Garten und ähnliches. Sie können sich wöchentlich oder monatlich engagieren, mit viel und wenig Zeit. – Wir erwarten, dass Sie dann in dem von Ihnen gewählten Rahmen auch verbindlich mitarbeiten.

Muss ich im Friedenshort als Ehrenamtlicher auch pflegen?

Nein, unsere Mitarbeiter erbringen alle notwendigen Leistungen in der Pflege. Ehrenamtliche Mitarbeiter machen z.B. Besuche bei einzelnen Bewohnern, lesen vor, spielen Schach oder machen einen Spaziergang, singen mit den Bewohnern und unterstützen im Cafe. Eine Vielzahl von geselligen, seelsorgerlichen und kulturellen Angeboten wird durch die Mitarbeit von Ehrenamtlichen ermöglicht. Wie z.B. ein Malkreis, Gottesdienste, Singangebote, Bewegungsangebote etc. Abwechslungsreiche ehrenamtliche Mitarbeit ist auch an der Rezeption oder in der Begleitung von Bewohnern zu Arztterminen möglich.

Gibt es für das Ehrenamt eine pauschale Aufwandsentschädigung?

Im Friedenshort erhalten die ehrenamtlich Engagierten Anerkennung, Anleitung und Dank. Eine pauschale Aufwandsentschädigung gibt es nicht. Die Erstattung von Kosten für Material, das Sie einsetzen oder z.B. für Fahrtkosten ist in Absprache mit dem Sozialen Dienst möglich. 

Bin ich als ehrenamtlicher Mitarbeiter versichert?

Alle ehrenamtlichen Mitarbeiter im Friedenshort sind unfall- und haftpflichtversichert.

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